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Begebenheiten in den Jahren 1895-1911


Die Musikkapelle Untersee wurde am 1. Juni 1895 angefangen. Gegründet wurde sie von Kapellmeister Christian Pernkopf mit Josef Kirchschlager, Untersee, Josef Pernkopf, Untersee 59, und Christian Kirchschlager, welche am 1. Juni 1895 den Anfang machten dazu
Das Instrument mußte sich jeder von seinen Eigenen bestreiten, da dies ziemlich schwer viel, wurde alle Woche 20 Heller zusammengezahlt, damit einen beim Instrumentenkaufen etwas gegeben werden könnte.

Ostern 1896 trat auch Johann Grill in Pötschen und Matthias Kirchschlager in Untersee 40 bei. So wurde am Ostersonntag 4 Uhr früh 1896 das erste mal Tagreveille auf der Schwadenleiten gemacht. Und am  Ostermontag wurde die erste Ausrückung der sechs Mann zum Bachwirt in Lupitsch gemacht. Wobei wir uns alle sehr gut amüsierten und mit großem doppelten Eifer wurde die Musikkapelle aufrecht gehalten.  Da das Lernen ziemlich schwer ging, da keiner von Musik eine Vorbildung hatte, so hatten wir alle Woche dreimal Probe, nämlich Freitag abend, Samstag abend und Sonntag nachmittag.

Am 1. April 1897 trat Christian Putz in Obersee 3 bei.

Am 1. April 1898 trat Josef Fallenhauser (Schattauer Obersee) bei.

So ging es 3 Jahre ganz gut vorwärts, aber am 28. Juni 1898 wurde Christian Kirchschlager Jäger in Hallstatt und mußte deshalb aufhören. Gleich darauf am 10. Oktober 1898 hörte Josef Kirchschlager und Johann Grill in Pötschen auf. Wodurch wir wieder auf 5 Mann zurückkamen.

Am 1. September 1899 fing Leopold Webinger an und lernte für Christian Kirchschlager den Baß.

Am 1. Mai 1899 hörte Matthias Kirchschlager auf.

Am 1. Mai 1899 fingen an, Josef Feichtner Untersee 25, Leopold Egger Untersee 3, Matthias Egger Untersee 3 und so kam die Musikkapelle wieder auf 8 Mann und so wurde mit Eifer gelernt und ging ganz gut vorwärts.

Am 1. September 1901 traten wieder bei Johann Eggenreiter Untersee 69, Julius Faber in Ramsau und Josef Kirchschlager Untersee 32.  So kam die Musikkapelle im Jahre 1901 auf 11 Mann zu stehn, aber noch im selbigen Jahr kam Kapellmeister Christian Pernkopf und Christian Putz zum Militär und mußten deshalb auf hören so kam die Musikkapelle auf 9 Mann zurück.

So wurde am 1. September 1901 Josef Pernkopf zum Kapellmeister ernannt.

Am 11. Februar 1902 trat Josef Stadler aus Steeg bei.

Am 22. Februar 1902 fing Christian Pilz in Steeg 16 an.

Am 1. Juni 1902 lernte Josef  Faber Spenglerei in Ischl und mußte deshalb aufhören.

Am 27. Juli 1902 hörte Josef Fallenhauser auf.

Am 7. September 1902 fing Alois Pilz an. So kam die Musikkapelle im Jahre 1902 wieder auf 10 Mann zu stehn.

Am 2. Juli 1903 fing Johann Pfandl in Obersee an.

Am 1. September 1903 kam Leopold Webinger und Matthias Egger zum Militär und hörten deshalb auf.

Am 1. September 1903 hörte Josef Feichtner auf.

Am 15. August 1904 fingen an, Leopold Pernkopf Untersee, Matthias Heuschober Untersee, Franz Pilz Obersee und Leopold Höll in Steeg. So kam die Musikkapelle im Jahre 1904 auf 12 Mann, so wurde auch zum 70-jährigen Jubiläumsfest der Bürgerkapelle in Goisern gegangen und ein Stück gespielt.

Am 1. Juli 1905 starb Alois Pilz wobei ihn sämtliche Musikanten zum Grabe begleiteten.

Am 1. September 1905 hörte Josef Kirchschlager Untersee auf und Johann Pfandl vermählte sich und hörte auch deshalb auf, wobei ihm am Hochzeitstag alle Musikanten gratulierten. So waren Ende 1905 noch 8 Mann bei der Musik.

Am 24. April 1906 fingen Josef Scheutz (Nandla), Franz Putz Untersee und Josef Held Untersee an.

Am 18. August 1907 fing Rudolf Tiefenbacher in Untersee an. Am selbigen Tage wurde das 12-jährige Bestandsjubiläum abgehalten wobei ein sehr guter Erfolg erzielt wurde. So kam die Musik 1907 wieder auf 12 Mann.

Am 1. April 1908 hörten Josef Scheutz  und Josef Held auf. So kam die Musik im Jahre 1908 wieder auf 10 Mann zurück.

Am 12. April 1909 fing Johann Klackl an.

Am 20. Juni 1909 hörte Josef Stadler auf und Leopold Pernkopf kam nach Bielitz und mußte deshalb aufhören.

Am 20. August 1909 fingen Josef Schilcher Untersee und Leopold Grill in Sarstein an.

Im selben Jahr wurde ein Bestkegelscheiben veranstaltet wobei 260 Kronen Reinertrag wurden. Davon wurde ein Schlagwerk angekauft, welches 180 Kronen kostete.

So waren Ende 1909 wieder 11 Mann  bei der Musik.

Am 6. März 1910 fingen an Josef Klackl Untersee 18 und Christian Stieger Untersee 57.

Am 29. Juni 1910 fing Johann Schlicher in Obersee an.

Am 7. Oktober 1910 kam Leopold Grill zum Militär und muße deshalb aufhören.

Am 6. Mai 1910 hörte Christian Pilz in Steeg auf.

Am Ostersonntag wurde Tagreveille gemacht und zum ersten Mal das Schlagwerk mitgenommen.

Am Pfingstmontag sind wir beim Ramsauwirt gewesen und von der Ramsau zum Gamsjäger nach Stambach und dann zum Wirtsbartl nach Untersee gegangen und da wurde alles sehr gut aufgelegt und lustig.

Am 29. Juni 1910 Peterstag wurde abends in die Gosaumühle gefahren, wobei es sehr lustig und interessant war.

Am 14. und 15. August 1910 veranstaltete die Feuerwehr Untersee ein großes Sommerfest wobei die Musik einen großen Ausschlag gegeben hat und der Feuerwehr zu einem schönen Erträgnis verholfen hat.

Am 15. August 1910 kam es leider zwischen Feuerwehr und Musik wegen den Tanzspielmann der Feuerwehr zu einem kleinen Streit, welcher aber doch schließlich wieder gut geschlichtet wurde.

Am 4. September 1910 waren wir beim Gamsjäger gewesen wobei der Gamsjäger ein Faßl Bier zahlte wodurch wir alle sehr aufgeheitert und lustig wurden.

Am 1. Mai 1910 hatten wir bei Christian Unterberger in Sarstein eine kleine Maifeier abgehalten wo es sehr lustig war.

Am Ende Jahres 1910 waren 12 Mann bei der Musik.

Im Jahre 1911 wurde am 1. Samstag die Generalversammlung abgehalten, ein kleines Faß Bier getrunken und gewählt den
Kapellmeister: Josef Pernkopf
Kassier: Josef Klackl
Schriftführer: Franz Putz

Am 19. Februar 1911 hatte der Hauserbauer Hochzeit, da wir eingeladen waren und beim Konsum Verein in Goisern in der Tanzstube zu Mittag spielten, es wurde fest gezecht und blieben auf halb 5 im Verein und dann mit dem Zug heimgefahren, dann zum Wirtsbartl zum Tanz gegangen.

Am Ostersonntag wurde Tagreveille gemacht.

Am 30. April 1911 hatten die Sozialdemokraten Maifeier da haben wir gespielt.

Den 5. Juni 1911 war Pfingstmontag machten wir eine fiedele Fahrt nacht Ebensee obwohl wir uns in Ebensee zerstreut haben, und sind mit dem Neunerzug heimgefahren, es war nicht lab.

Am 2 Juli 1911 rückte Martin Schilcher das erste mal aus.

Am 2. Juli 1911 war in St. Agatha das Kinderfest, da mußten wir spielen, es waren sehr viele Leute, da kam ein so großer Sturm und ein Hagelwetter, daß die Leute in einer halben Stunde dahin waren und wir mußten in die Gaststube fliehen bis es vorüber war. Almpartie machten wir nur eine auf die Jochwand und in den Weißenbach.

Dieses Jahr wurde das neue Probelokal erbaut. Im Winter wurde der Plan entworfen, sobald der Schnee weg war wurde Holz gehackt und zum Bau angefangen. Jeder Musiker mußte 3 Tage roboten, andere z.B. Alois Kirchschlager und Franz Wallner halfen und auch, Johann Putz gab 3m Holz, und Johann Neubacher machte die Haustüre.

Dem 18. Juni 1911 ging das Bestkegelscheiben an und endete am 30. Juni 1911 mit einem sehr großen Sommerfest, da hatten wir eine Almhütte gebaut da wurde ausgeschenkt, eine Tanzbühne und etliches.

Das Sommerfest hatte sehr gelungen, das Kegelscheiben war auch sehr erträglich, die Gebirgsmusik war auch im spielen hier. Es wurde beim Sommerfest und Kegelscheiben 337 Kronen und 16 Heller Reingewinn erzielt.

Am 3. September 1911 hatten die Seer und die Gebirgsmusik in der Raßingmüh gespielt und von den Einnahmen wurde den 16. September nach Salzburg gefahren. Da es am Samstag den 16. September noch sehr regnete wurde bereits keine zusammenkommen, es ist aber dann schön geworden, die Beriga sind um 10 Uhr und die Seer erst um 2 Uhr Nachmittags gefahren und haben uns bis den anderen Tag nicht gefunden. Draußen war es sehr schön und  haben uns gut unterhalten, dann sind wir mit dem letzten Zug heimgefahren, wir kamen um 9 Uhr in Steeg am.

Am 19. November 1911 haben wir das neue Probelokal eingeweiht und beim Wirtsbarl spielten wir abends. Das Wetter war sehr schlecht, es war eine Lisetation und Tanzunterhaltung. Es gingen 71 Kronen und 47 Heller ein.

Am Silvestertag haben wir den Steira Seppen mache Jodler geblasen. Am Ende des Jahres 1911 waren 9 Mann bei der Musik.